Bernhard Lehmann
zeichnung, druckgrafik, malerei
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"... Lehmann repeatedly stresses the process of drawing and thereby produces enigmatic works which simultaneously seem to conceal and to document the story of their own creation". "... Wiederholt betont
Lehmann den Prozeß des Zeichnens und liefert dabei
enigmatische Arbeiten, die ihre eigene Entstehungsgeschichte gleichzeitig
zu verbergen und zu Prof. David Galloway Ruhr Universität Bochum, 2000, zum „Art for EXPO“ Projekt der Nord/LB (Ausstellung und Katalogtext) .
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"...Bernhard
Lehmanns Ansatz ist die Reduzierung des Angetroffenen, hier die Fläche, die für
ihn eine Art Aufforderungscharakter hat: Er
verletzt sie durch erste fleckartige Einträge, kontrolliert bedachtsam, was
sich dabei ereignet und setzt erneut – umfeldbezogen – zu Veränderungen an,
die in der Tendenz immer spärlicher gesetzt werden und allgemein nicht den
Eindruck „fertig gemalter Bilder“ vermitteln – eher geht es um eine
konsequente Verknappung der Mittel ..Es geht nicht um die Nachahmung des Wirklichen, sondern es werden Angaben über
Wirkliches in eher mehrdeutigen Farbbildzeichen gemacht, die dem Betrachter
einen Gedankenspielraum lassen, eigene Wirklichkeitserinnerungen mit
einzubringen. ... ... Auffällig sind: das Prinzip der Reihe,... Prof. Klaus Kowalski, 2003, anlässlich der Ausstellungseröffnung „Aufgetragen“ in Barsinghausen
"...Interaktion zwischen Punkt und Linie! Ein Spannungsbogen baut sich auf zwischen geometrisch begrenzten Farbflächen, Rastern, rhythmisch hingewischten Punkten und richtungsbetonten Linien. ...dieses Improvisieren lässt immer etwas Unerwartetes entstehen. ... Nicht zu übersehen ist die Ovalform. In unterschiedlichen Größen begleitet sie seine Bilder. Sie kann Kopf oder Zellform sein. Diese amöbenhafte Form, transparent oder undurchsichtig, legt sich über Rastersysteme, als fiele unser Blick auf einzellige Lebewesen, auf die Vorgeschichte des Lebendigen..." Kristina Henze, Kunstpädagogin und Malerin, 2003, zur Ausstellungseröffnung im "Kunstraum Benther Berg". „...Ein Gastauftritt – und ein besonders schöner dazu. Denn Lehmann ist ein verspielter Ästhet, ein Poet mit Bleistift, Pinsel und Radiernadel. Ein Zauberer der dezenten Farben mit wunderschönen Abstufungen...“ „...Bilder,
die schwer zu beschreiben sind, weil ihr Reiz – bei aller technischen
Meisterschaft – in ihrer Zwecklosigkeit liegt. Keine Abbilder, dafür rätselvolle
Rudimente und Zeichensetzung. Schriften auf fast allen Arbeiten – auch sie
keine Botschaften, nur hin und wieder als Buchstaben zu identifizieren. Doch
dann ein kurzer Text – aber in italienisch. Schrift als grafisches Kürzel,
das Vertrautheit suggeriert, Wiedererkennen – sich aber als Spiel
erweist...“ „...Improvisation
und Sorgfalt bestimmen die zumeist zyklisch angelegten Bildreihen und Grafiken.
Monochrome Farbschleier, auf denen reduzierte Zeichen schweben; oder
vegetative Formen, spontan aufgetragen, wechseln mit sorgfältig
kalkulierten Lineaturen, grafischen Kürzeln, die sich zuweilen zu Buchstaben,
ganzen Schriften formen, stummen Informationen, die keine Botschaft
enthalten sollen, oder vermeintliche Botschaften verschleiern. Vertraut Lehmann
bei einigen Bildern der Konstruktion der Linie, so sind andere
vollständig dem Sog der Farben geschuldet...
(aus der onlin "... Es ist, als würden verwehte Segmente des Surrealismus noch einmal gebannt: Momente desTraums gerinnen, oder besser: Gestalten, Chiffren erscheinen, als stammten sie von einem Traum..." Friedrich
Holtiegel, Barsinghausen, 2010, Katalogtext zur Ausstellung "Eisen, Kohle,
Licht" ... Unter der Oberfläche, auf der wir uns heutzutage befinden, weil kaum noch etwas intensiv erlebt wird, verbirgt sich folglich eine Tiefe, die Lehmann ans Licht holt. Doch macht er es dem Betrachter nicht gerade leicht. Ein wenig Gehirnjogging ist gefragt, der Inhalt ergibt sich in der Diskussion. Wer sich auf eine gründliche Betrachtung seiner Werke einlässt, erkennt den Humor, der mit einfließt.... .... Die Reduktion auf die Elemente, die das Bild bestimmen, ist kennzeichnend für Lehmanns Werk. Es gibt keine ausschmückenden Details. Zeichenhaftigkeit und Mehrdeutigkeit regen die Assoziationen des Betrachters an. Leichtigkeit und Transparenz treten aus der Reduktion hervor und vermindern zugleich die Dominanz der farbigen Flächen. Dynamik und Stille sind gleichermaßen enthalten. Nähe und Ferne verschwimmen miteinander und lösen sich wieder auf. Die Oberflächen sind ebenso wie die Bildinformationen kaum greifbar – und begreifbar. Notizen, die widerhallen. Sie werden erkannt und entschwinden wieder. Trotzdem ist der Kontakt zur Realität immer vorhanden. Existenz und Nichtexistenz, Bewegung und Ruhe, Experiment und Tradition – Zeichen einer sich wandelnden Welt im Zeitalter der Kommunikation.“ Viola Tallowitz - Scharf, Kunsthistorikerin, 2011 ...Tuschezeichnungen
von Bernhard Lehmann (...) zeugen von Könnerschaft und Raffinesse. ... Johanna di Blasi, Kunstkritikerin, 2011, Hannoversche Allgemeine Zeitung, zur Ausstellung "Neues aus den Ateliers", Eisfabrik
Hannover
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